Über mich

Mein Weg zu dieser Arbeit

Stefan Steiger Porträt
Wenn mir jemand vor einigen Jahren gesagt hätte, dass ich einmal Energiearbeit anbiete, hätte ich gelacht.

Ich habe Wirtschaft und Technik an der Universität Wien und der Technischen Universität Wien studiert. Ich war ein durch und durch rationaler, kopfgesteuerter Mensch – fest verankert in Wissenschaft und Logik, weit entfernt von meinen Gefühlen. Energiearbeit hielt ich, offen gesagt, für Humbug.

Und doch begleitete mich mein Leben lang eine Frage, die tiefer reichte als alles, was ich studiert hatte: Wer bin ich wirklich? Das kann doch nicht alles sein.

Dann kam eine Zeit, in der ich durch eine tiefe persönliche Krise ging. Ich suchte lange nach Antworten und probierte vieles aus. Meditation brachte mir mehr innere Ruhe – aber die eigentliche Wende kam, als ich begann, radikal nach innen zu gehen: alles zu fühlen, was in mir unterdrückt war. Über eineinhalb Jahre hinweg, viele Stunden täglich, bin ich durch die Schichten meines Inneren gegangen – durch alte Emotionen, durch Spannungen im Körper, durch das, was sich dort über Jahrzehnte angesammelt hatte. Mein Körper begann dabei, sich von selbst zu bewegen und zu lösen – spontane Bewegungen, die in der yogischen Tradition Kriyas genannt werden. Atemarbeit half mir, noch tiefer loszulassen.

Am Ende dieses Weges geschah etwas, das ich mit Worten nur unzureichend beschreiben kann: ein vollkommenes Loslassen. Was blieb, ist eine tiefe, dauerhafte innere Stille – ein Frieden, der nicht mehr von äußeren Umständen abhängt.

Einige Zeit später entdeckte ich etwas Unerwartetes: Wenn ich meine Hände auf einen anderen Menschen lege und – wie in meinem eigenen Prozess – die Kontrolle abgebe, bewegen sie sich von selbst. Sie finden Stellen, an denen etwas festgehalten wird, und dort beginnt sich etwas zu lösen. Ich bin dabei nur Beobachter und Kanal: Nicht ich wirke, sondern eine höhere Intelligenz – die Lebensenergie selbst –, die durch mich hindurch in den anderen Menschen fließt und dort löst, was gelöst werden möchte. Es fühlt sich an, als wäre ich mit dem Gegenüber verbunden und würde spüren, was sein innerstes Wesen gerade braucht.

Heute begleite ich Menschen dabei, das loszulassen, was sie nicht sind – damit sichtbar werden kann, was sie wirklich sind. Diese Arbeit erfüllt mich so tief, dass ich meine Selbstständigkeit in der Wirtschaft beendet habe, um mich ihr ganz zu widmen. Dort ging es um Zahlen, Projekte und Ergebnisse – aber nie um das, was Menschen wirklich glücklich macht. Zu sehen, wie jemand loslässt, sich öffnet und Schritt für Schritt zu sich selbst findet, gibt mir eine Erfüllung, die ich in all den Jahren davor nicht kannte. Denn am Ende geht es im Leben um genau eines: in Frieden mit dir selbst zu sein – und authentisch zu leben. Wer loslässt, was er nicht ist, dem bleibt genau das. Und das ist es, was ich Glück nenne.

Vielleicht ist es gerade meine Geschichte – vom überzeugten Skeptiker zum Zeugen dessen, was jenseits des Verstandes liegt –, die mir hilft, auch Menschen abzuholen, die mit Spiritualität bisher nichts anfangen konnten.

Du brauchst nichts zu glauben.
Komm einfach und erlebe selbst.